
Trommeln und Bandtrommeln

Trommeln und Bandtrommeln

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Über Trommeln und Bandtrommeln
Moventis Trommeln werden nach ISO- und DIN-Normen konstruiert und decken Antriebs-, Umlenk-, Ablenk-, Spann- und Spannkonfigurationen ab. Jede Einheit ist mit präzisionsgefertigten Endscheiben, geschweißter Mantelkonstruktion und im Presssitz montierten Naben aufgebaut – ausgelegt, um radiale Lasten aus der Gurtspannung aufzunehmen und dabei die Wellenausrichtung im Dauerbetrieb beizubehalten.
Antriebstrommeln sind der kritischste Punkt der Kraftübertragung in jedem Förderband. Das Zusammenspiel zwischen Gurt und Trommeloberfläche beeinflusst direkt den Schlupfwiderstand, den Gurtverschleiß und die Energieeffizienz. Die Auswahl des Trommelbelags – Gummi für Standardanwendungen, Keramik für nasse oder hochbelastete Bedingungen – wird auf Basis der Reibungskoeffizientenanforderungen und des Betriebsumschlingungswinkels berechnet.
Umlenk- und Ablenktrommeln werden mit derselben maßlichen Strenge wie Antriebseinheiten konstruiert, sind jedoch für geringere Lastbedingungen optimiert. Umlenktrommeln vom Flügeltyp ermöglichen Selbstreinigung und reduzieren Materialansammlungen bei Rücklaufgurtanwendungen. Ablenktrommeln werden eingesetzt, um den Umschlingungswinkel an der Antriebstrommel zu vergrößern und die Traktion zu verbessern, ohne dass eine Antriebstrommel mit größerem Durchmesser erforderlich ist.
Die Trommelballenbreite wird auf Gurtbreite plus einen durch die Beanspruchungsklasse bestimmten Überstand berechnet. Lagergehäuse werden für L10-Lebensdauerziele von über 40.000 Stunden unter Nennlastbedingungen ausgewählt. Die Wellendurchbiegung ist auf 0,5 mm/m begrenzt, um vorzeitiges Versagen von Dichtungen und Lagern zu verhindern.
Häufig gestellte Fragen
Eine Antriebstrommel ist mit dem Motor/Getriebe verbunden und überträgt das Drehmoment auf den Gurt. Eine Umlenktrommel sitzt am Abgabe- oder Aufgabeende und lenkt den Gurt lediglich um – sie trägt keine Antriebslast. Antriebstrommeln haben in der Regel einen größeren Durchmesser und sind belegt; Umlenktrommeln sind meist kleiner und können zur Selbstreinigung als Flügeltyp ausgeführt sein.
Der Trommelbelag erhöht den Reibungskoeffizienten zwischen Gurt und Trommeloberfläche und verringert so den Schlupf – besonders bei hoher Spannung oder Nässe. Gummibelag eignet sich für Standardumgebungen; Keramikbelag wird vorgeschrieben, wo Feuchtigkeit, Feinpartikel oder hohe Anfahrlasten auftreten.
Die Ballenbreite wird auf Gurtbreite plus einen Überstand festgelegt – typischerweise 50 mm bei Standardbeanspruchung und 100 mm bei schwerer Beanspruchung. Dadurch läuft der Gurt zentriert, ohne die Wellenlager einseitig zu belasten.
Ablenktrommeln vergrößern den Umschlingungswinkel des Gurtes um die Antriebstrommel, was die Traktion verbessert und das Risiko von Gurtschlupf verringert, ohne dass ein größerer Antriebstrommeldurchmesser erforderlich ist. Sie werden typischerweise eingesetzt, wenn der natürliche Umschlingungswinkel unter 180° liegt.
Der Trommeldurchmesser wird durch den Karkassentyp des Gurtes (EP, NN oder Stahlseil), die Festigkeitsklasse und die Lagenzahl bestimmt. Die Mindestdurchmesser folgen ISO/DIN-Tabellen. Der empfohlene Durchmesser wird je nach Lastzyklus, Umgebung, Anlaufmodus und Trommeltyp angehoben, um die Lebensdauer der Gurtkarkasse zu verlängern.
Richtig dimensionierte Trommeln mit korrekter Lagerauswahl erreichen unter Nennbedingungen typischerweise eine L10-Lebensdauer von über 40.000 Betriebsstunden. Die Lagerauswahl berücksichtigt radiale Gurtspannungslasten, Grenzwerte der Wellendurchbiegung (≤0,5 mm/m) und die Dichtungsanforderungen der Betriebsumgebung.
