
Umlenk- trommeln

Umlenk- trommeln
Tail pulleys are manufactured to support belt return and ensure stable tracking at the tail end of the conveyor. Moventis tail pulleys are designed with robust shell, shaft, and bearing arrangements to provide reliable operation and easy integration into conveyor systems.
| Parameter | Available Options / Range | Remarks |
|---|---|---|
| Pulley Type | Tail Pulley | Conveyor tail end |
| Pulley Diameter (Ø) | Ø250 – Ø800 mm | Custom diameters available |
| Face Width | According to belt width | Belt width + edge clearance |
| Shaft Diameter (Ø) | Ø40 – Ø160 mm | Selected based on pulley size & belt tension |
| Shaft Type | Solid shaft | Keyed as standard |
| Shaft Material | C45 / AISI 1045 | Higher grades on request |
| Shell Material | Carbon Steel (S235 / S355) | Machined & balanced |
| Pulley Surface Type | Plain / Wing pulley | Wing type for dirty or sticky materials |
| Lagging | Not lagged (standard) | Rubber lagging on request |
| Bearing Type | Spherical roller bearings | Long service life |
| Bearing Housing | SN / SNL plummer block | Standard |
| Balance Grade | Static / Dynamic | ISO balance standards |
| Design Standard | DIN / ISO | Customer standards possible |
| Operating Temperature | -20 °C to +80 °C | Extended range on request |
| Application Duty | Light / Medium / Heavy duty | — |
Über Umlenk- trommeln
Umlenktrommeln sind am Aufgabeende von Gurtförderbandsystemen angeordnet, wo Rohmaterial auf das Tragtrum des Gurtes aufgegeben wird. Als nicht angetriebene Trommel besteht die Aufgabe der Umlenktrommel darin, den zurücklaufenden Gurt vom Rücklauftrum zurück zum Tragtrum umzulenken, den Gurt unter der Schlagbelastung des aufgegebenen Materials zu stützen und am Aufgabeende den korrekten Gurtlauf aufrechtzuerhalten. Die richtige Auswahl und Ausrichtung der Umlenktrommel ist entscheidend für die Systemzuverlässigkeit – eine Fehlausrichtung am Ende ist die häufigste Ursache für Gurtlaufprobleme über die gesamte Förderbandlänge.
Die Mantelkonstruktion folgt denselben Prinzipien wie bei Antriebstrommeln: ein geschweißter Stahlmantel, der auf enge Durchmessertoleranzen bearbeitet und über Endscheiben und im Presssitz montierte Naben mit der Welle verbunden ist. Die Manteloberfläche von Standard-Umlenktrommeln bleibt glatt (ohne Belag), da keine Traktion erforderlich ist. Gummibelag kann jedoch vorgeschrieben werden, wenn Rücktragansammlungen am Rücklaufgurt den glatten Mantel verschleißen oder wenn die Trommel in Anwendungen mit besonders abrasivem Material eingesetzt wird.
Flügeltrommeln stellen eine wichtige Variante für Endanwendungen dar. Die offene Flügelbauweise ersetzt den durchgehenden Mantel durch eine Reihe radialer, an der Nabe angeschweißter Flügel, wobei Spalten zwischen benachbarten Flügeln verbleiben. Zwischen Gurtrückseite und Trommeloberfläche eingeschlossenes Material kann durch diese Spalten entweichen, anstatt sich auf dem Mantel anzusammeln. Diese Selbstreinigungswirkung verhindert die ungleichmäßige Ansammlung, die in Anwendungen mit schmutzigem oder klebrigem Material Schieflauf und beschleunigten Gurtverschleiß verursacht.
Die Lagerauswahl für Umlenktrommeln berücksichtigt die kombinierte radiale Last aus der Gurtspannung und die vertikale Schlaglast durch das auf den Gurt in der Aufgabezone fallende Material. Schlaglasten sind hochdynamisch und können bei starker Beladung das Mehrfache der statischen Gurtspannungslast erreichen. Stoßdämpfende Schurrenkonstruktionen und Prallbetten reduzieren die an die Lager der Umlenktrommel übertragene dynamische Last und verlängern so die Lebensdauer von Lager und Gurt bei Anwendungen mit hohem Durchsatz erheblich.
Häufig gestellte Fragen
Die Umlenktrommel sitzt am Aufgabeende des Förderbands – an der Stelle, an der das Material auf den Gurt aufgegeben wird. Ihre Hauptfunktionen sind, den zurücklaufenden Gurt zu stützen, die anfängliche Gurtumschlingung herzustellen und am Aufgabeende die korrekte Gurtspannung und den Gurtlauf aufrechtzuerhalten. Anders als die Antriebstrommel überträgt die Umlenktrommel kein Drehmoment; sie lenkt den Gurt lediglich vom Rücklauf- zum Tragtrum um und stützt dabei den Gurt unter der Last des aufgegebenen Materials.
Der Mindestdurchmesser der Umlenktrommel richtet sich nach dem Karkassentyp des Gurtes (EP, NN oder Stahlseil) und der Festigkeitsklasse, gemäß ISO/DIN-Normen. Die Verwendung einer Trommel mit kleinerem als dem Mindestdurchmesser verursacht bei jeder Umdrehung übermäßige Biegespannungen in der Gurtkarkasse, was zu vorzeitiger Delamination oder Lagenermüdung führt. Die Umlenktrommel ist in der Regel kleiner als die Antriebstrommel, muss aber dennoch die Mindestdurchmesseranforderung für den jeweils gewählten Gurt erfüllen.
Flügeltrommeln werden vorgeschrieben, wenn Materialrücktrag ein Problem darstellt – insbesondere bei nassen, klebrigen oder feinkörnigen Materialien, die an der Gurtrückseite haften. Die offene Flügelbauweise lässt zwischen Gurt und Trommel eingeschlossenes Material durch die Spalten zwischen den Flügeln fallen, anstatt sich auf der Manteloberfläche anzusammeln. Andernfalls führt Materialansammlung zu ungleichmäßiger Gurtbelastung, beschleunigtem Gurtverschleiß und Laufproblemen. Flügeltrommeln verursachen jedoch eine höhere dynamische Gurtbelastung und sollten entsprechend dimensioniert werden.
Die meisten Umlenktrommel-Baugruppen verfügen über geschlitzte Spannrahmen oder Spindel-Spannmechanismen, die eine seitliche Anpassung der Trommelposition ermöglichen. Ein leichtes Neigen der Umlenktrommel – Anheben eines Endes – bewirkt, dass der Gurt zum unteren Ende wandert, was zur Korrektur eines chronisch außermittigen Laufs genutzt werden kann. Laufkorrekturen sollten jedoch zunächst durch Ausrichten der Tragrollen und Prüfen der Aufgabeausrichtung angegangen werden. Das Schrägstellen der Trommel ist die letzte Möglichkeit und muss schrittweise in kleinen Schritten erfolgen.
Lager von Umlenktrommeln sind je nach Lagerauswahl und Montageanordnung typischerweise für eine L10-Lebensdauer von 30.000–50.000 Stunden unter Nennbetriebsbedingungen ausgelegt. Da die Umlenktrommel in der Aufgabezone arbeitet – wo Gurtvibration, Schlaglasten und Materialverlust am höchsten sind –, sind Lagerdichtungen und Gehäuseschutz besonders wichtig. Das Eindringen von Verunreinigungen ist die Hauptursache für vorzeitigen Lagerausfall bei Umlenktrommeln, daher werden Labyrinthdichtungen und regelmäßige Nachschmierintervalle empfohlen.
Umlenktrommeln erfordern eine regelmäßige Inspektion der Manteloberfläche auf Materialansammlung oder Verschleiß, Lagernachschmierung oder -austausch, Prüfung des Dichtungszustands und Überprüfung der Wellenausrichtung. Flügeltrommeln sollten auf gerissene oder abgenutzte Flügelsegmente überprüft werden. Umlenktrommeln in schmutzigen Umgebungen sollten häufiger kontrolliert werden – insbesondere nach größeren Materialverlustereignissen. Der Spannmechanismus sollte geschmiert und auf korrekte Gurtspannung geprüft werden, da ein schlaffer Gurt am Ende eine häufige Ursache für Schieflauf und Materialverlust ist.
